Praktische Tipps zur Pflege der reifen Haut
(04.02.2008)Was versteht man unter „reifer Haut“?
Bereits ab dem 25. Lebensjahr beginnt sich die Haut zu verändern: Die Stoffwechselvorgänge in den Zellen verlangsamen sich und die für den Säureschutzmantel wichtige Talg- und Schweißproduktion nimmt ab. Die Haut wird zunehmend trockener und schlaffer und mit dem Elastizitätsverlust geht die Faltenbildung einher. Durch eine reduzierte Syntheseleistung, u. a. an Kollagen, werden Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Dermis) und das Bindegewebe dünner. Die Haut entwickelt dadurch eine sehr leichte Verletzbarkeit und eine deutlich verzögerte Wundheilung.
Das Lebensalter ist aber nicht alleine für das Erscheinungsbild der reifen Haut verantwortlich (sog. intrinsische Hautalterung). Insbesondere die Belastungen der Haut durch die Umwelt (UV-Strahlen) und das Konsumieren von Genussgiften (Tabak, Alkohol) kann die natürliche Hautalterung deutlich beschleunigen (sog. extrinsische Hautalterung). Beide Arten der Hautalterung gehen mit Elastizitätsverlust und Faltenbildung einher, lassen sich dennoch gut unterscheiden: Während die durch Umwelteinflüsse vorgealterte Haut verdickt und lederartig gegerbt erscheint, wirkt die intrinsisch gealterte Haut eher verdünnt und manchmal fast durchscheinend.
Mit zunehmendem Alter mangelt es der obersten Hautschicht, der sogenannten Hornschicht (Stratum corneum), an Feuchtigkeit und Fettstoffen (Lipiden). Die Hornschicht bindet normalerweise 10 bis 20 Prozent des Gesamtwassergehaltes des Organismus. Liegt der Wassergehalt darunter, legt sich ein „Grauschleier“ über die Haut, sie erscheint schuppig und matt. Der Teint wirkt fahl, spröde und älter. Gleichzeitig empfinden die Betroffenen ein Spannungsgefühl der Haut, der häufig mit einem Juckreiz (Pruritus senilis) verbunden ist.
Die Aufgabe der Hornhaut ist einerseits die Regulation des Wasserhaushaltes der Haut durch Schutz vor Verdunstung (transepidermaler Wasserverlust). Andererseits bildet sie auch die Hautbarriere, die Bakterien, Pilze und Krankheitserreger vor dem Eintreten in den Organismus abhält. Ursache einer gestörten Hautbarriere bei der reifen Haut sind zumeist eine verminderte Talgbildung sowie ein Mangel an Feuchthaltefaktoren (Natural Moisturzing Factor; NMF). Die Folge ist ein gestörter Hydrolipidfilm, sowie ein nicht ausreichender Säureschutzmantel der Haut.
Es liegt an Ihnen, der vorzeitigen Hautalterung vorzubeugen bzw. bereits entstandene Schäden der Haut zu reparieren: Neben einer gesunden Lebensweise und einem konsequenten UV-Schutz sollten Sie Ihre Haut mit einer speziell an die besonderen Bedürfnisse angepassten Hautpflege versorgen.
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