Wie Ihr Frühling gepflegt beginnt

Einen schönen Lenz können Sie sich machen: Mit Dermatokosmetik, die das Klima ebenso wie Ihren individuellen Hauttyp respektiert. Wie Ihr Frühling gepflegt beginnen kann, hat Ihr Marionnaud Magazin den Spezialisten gefragt: Facharzt Dr. Hugo B. Kitzinger.

Marionnaud Magazin:
Frühling in der Schweiz: Die Temperaturen schwanken zwischen immer noch arktisch und fast schon mediterran. Dazu kommt Föhn, der im Norden für starken Wind sorgt und es im Süden regnen lässt. Wie reagiert die Haut?

Dr. Hugo B. Kitzinger:
Meteo Schweiz sprach von einem normalen bis milden Winter. Mild heisst, dass die Wintermitteltemperatur über plus 2,2°C liegt. Echte "Tauzeit" für die Dermis beginnt allerdings erst bei deutlich höheren Temperaturen, denn schon ab plus 8°C beginnt sie zu frieren.

Marionnaud Magazin:
Was geschieht dabei eigent lich in der Haut? Und: Welche ,Anti-Frost- Massnahmen' kann man ergreifen?

Dr. Hugo B. Kitzinger:
Bei acht Grad plus produzieren die Talgdrüsen deutlich weniger hauteigene Lipide. Daher sollte die Pflege in dieser Saison generell noch fetter sein. Wasserfreie oder wasserarme Grundlagen wie Lipogele, Fettpasten oder Wasser-in-Öl-Emulsionen halten die Kälte ab und verhindern, dass Hautfeuchtigkeit übermäßig verdunstet.

Marionnaud Magazin:
Das heisst, dass sich die Haut um den Kalender nicht kümmert, sondern nur um die tatsächlichen klimatischen Bedingungen?

Dr. Hugo B. Kitzinger:
Exakt. Es empfiehlt sich, zu jedem Wechsel der Jahreszeit eine Hautanalyse erstellen zu lassen, um die aktuellen Pflegebedürfnisse zu eruieren. Starke Klima-Schwankungen, wie sie für den Frühling charakteristisch sind, können die Haut aus dem Gleichgewicht bringen. Die Folge sind Irritationen wie Rötungen oder verstärktes Abschuppen. Zudem erfolgt die Erneuerung der obersten Schichten der Dermis bei geschwächten hauteigenen Reparaturmechanismen deutlich langsamer. Doch dem Hauttyp wie dem Klima gerechte Pflege kann dafür sorgen, dass die natürliche Schutz barriere der Haut intakt bleibt.

Marionnaud Magazin:
Ist es also ratsam, im Frühling noch fettreiche Wintercrèmes aufzutragen?

Dr. Hugo B. Kitzinger:
Wer in die Berge will - auf jeden Fall. Verbringt man jedoch den grössten Teil des Tages in beheizten Räumen, sollte man auf zu fettreiche Crèmes verzichten bzw. sie abnehmen - sonst "überwärmt" die Haut. Und bitte: UV-Schutz nie vergessen. UVA-Licht, zu zwei Dritteln Verursacher exogener Hautalterung, dringt in tief ins Gewebe ein. Selbst wenn die Sonne gar nicht scheint.

Marionnaud Magazin:
Ein Schlagwort, das man zurzeit oft hört: Environmental Aging. Was ist das?

Dr. Hugo B. Kitzinger:
Auf gut Deutsch? Die so genannte "Umweltalterung" ist damit gemeint. Verursacht durch exogene - also von aussen einwirkende - Faktoren, ist sie zu über 75% für die vorzeitige Hautalterung verantwortlich.

Marionnaud Magazin:
Das klingt dramatisch...

Dr. Hugo B. Kitzinger:
Und ist dabei eine gute Nachricht. Denn im Gegensatz zu den endogenen, intrinsischen Faktoren, welche die bei jedem Menschen anderen biologischen Voraussetzungen umfassen, lässt sich Environmental Aging gezielt beeinflussen. Durch gesunde Lebensführung, vernünftigen Umgang mit der Sonne - und die richtige Hautpflege.